Die Mitglieder des BBC verbringen ihr diesjähriges Sommerplaisir in Branitz bei Cottbus – an einem Ort, an dem Fürst Hermann von Pückler-Muskau im fortgeschrittenen Alter noch einmal seine ganze Meisterschaft als Landschaftsgestalter entfaltete.
Wo einst karger Sandboden das Bild bestimmte, schuf Pückler ab 1846 einen englischen Landschaftspark, den er selbst als sein „Meisterwerk“ bezeichnete. Nach dem Verkauf seiner Standesherrschaft Muskau widmete er sich in Branitz mit ungebrochener Schaffenskraft der Gestaltung einer Gartenlandschaft von außergewöhnlicher Schönheit und Ausdruckskraft.
Mit sanft modellierten Geländewellen, kunstvoll geführten Seen und Wasserläufen sowie fein abgestimmten Gehölzkompositionen zählt der Branitzer Park zu den herausragenden Zeugnissen europäischer Landschaftsgartenkunst. Als Gartendenkmal von internationalem Rang steht er für die unverwechselbare Handschrift seines Schöpfers, der neben Peter Joseph Lenné und Friedrich Ludwig von Sckell zu den bedeutendsten deutschen Gartengestaltern des 19. Jahrhunderts gehört.
Eine Führung durch Schloss Branitz eröffnet Einblicke in die Wohnwelt und die facettenreiche Persönlichkeit des Fürsten, Schriftstellers und Gartenkünstlers. Im Anschluss erschließt sich bei einem Spaziergang durch den Park die ganze Kunst seiner Gestaltung: eine meisterhaft komponierte Landschaft, in der überraschende Perspektiven, bewegte Wasserflächen und botanische Kostbarkeiten zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen.
Eine Gondelfahrt mit Gesang und eine Weinverkostung im Rahmen des Lausitzer Weinfestes runden diesen besonderen Ausflug ab und bilden den genussvollen Ausklang des diesjährigen Sommerplaisirs.



